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Man Ray
Man Ray zählt zu den bedeutenden Künstlern des Dadaismus und Surrealismus. Einfache Alltagsgegenstände erklärte er zu Kunstobjekten – seine Readymades. Absurde unlogische Maschinen mit pseudomechanischen Formen, die eine scheinbar “geheimnisvolle” Funktion vortäuschten, faszinierten ihn. Anfangs war Man Rays Arbeit zweidimensional, doch nach 1915 enthielt sein Schaffen vermehrt auch dreidimensionalen Charakter. 1920 gründete Man Ray zusammen mit Marcel Duchamp und der Künstlerin Katherine Dreier die Société Anonyme Inc. als Vereinigung zur Förderung moderner Kunst in Amerika. 1921 erfolgte die Veröffentlichung von New York Dada zusammen mit Duchamp. In New York galt Man Ray mittlerweile als Hauptvertreter des wenig beachteten amerikanischen Dadaismus; wann genau er mit der europäischen Dada-Bewegung in Berührung gekommen war, ist unbekannt, vermutlich entstand um 1919/20 ein brieflicher “Dreiecks-Kontakt” zwischen Marcel Duchamp und Tristan Tzara. In einem Brief an Tzara klagte Man Ray über die Ignoranz der New Yorker Kunstszene: “… Dada kann nicht in New York leben. New York ist Dada und wird keinen Rivalen dulden […] es ist wahr: Alle Anstrengungen es publik zu machen wurden getan, aber da ist niemand der uns unterstützt.” Man Ray konstatierte später, “es habe nie so etwas wie New York-Dada gegeben, weil die Idee des Skandals und der Provokation als eines der Prinzipien von Dada dem amerikanischen Geist völlig fremd gewesen sei.” Man Rays Freundschaft zu Marcel Duchamp bestand auch zu einem wichtigen Teil aus vielen gemeinsamen Schachspielen, denn beide Künstler waren grosse Schachspieler. Man Ray entwarf seine eigenen Schachfiguren, bei denen er die klassischen Figuren durch geometrische Figuren ersetzte.

Cabaret Voltaire – der Geburtsort des Dadaismus anno 1916.
Man Ray
100 Jahre Dada
The Dada movement in Zürich, Switzerland began in 1916 at Cabaret Voltaire, spreading to Berlin shortly thereafter. The term anti-art, a precursor to Dada, was coined by Marcel Duchamp around 1913 when he created his first readymades. Dada, in addition to being anti-war, had political affinities with the radical left and was also anti-bourgeois. Dada activities included public gatherings, demonstrations, and publication of art/literary journals; passionate coverage of art, politics, and culture were topics often discussed in a variety of media. Man Ray, Sophie Taeuber-Arp, Hans Arp, Tristan Tzara, Francis Picabia, George Grosz, Marcel Duchamp, Kurt Schwitters, Hans Richter, and Max Ernst, were key figures in the movement.

Man Ray

Man Ray Schach

Man Ray Kuen Surface

Kleine Dada Soirée, 1922 lithograph by Theo van Doesburg with Kurt Schwitters.

Man Ray und Dada